La mer gelée

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Editorial
  
 

Nach unserem Festival in Paris und der Fortsetzung unserer Sonderdruckreihe, kehren wir, Das gefrorene Meer zurück ins Netz und widmet uns nun online dem Thema Mein Körper:

In den äußerst detailliert beschriebenen Wahrzeichen meines männlichen Körpers (Serge Meitinger) entsteht eine aufgefächerte, zerstobene Porträtzeichnung des Autors. Joël Baqué hält in seinen eindringlichen Satzgebilden akribisch die Störfälle und Exzesse seiner Figuren fest. Wir richten das Augenmerk auf einen Brief von Jean Marc Rouillan, Mitglied der französischen Bewegung Action directe, den wir mit freundlicher Genehmigung der APA zu diesem Anlass wiederveröffentlichen dürfen. Er führt uns in seinen Gefängniswahn, um uns mit seinem „schlechten Umgang“, den dort vorhandenen Normen und seinen unsichtbaren Gesetzen bekannt zu machen. In Marias Verwandlung von Frederik Hartig gerät mehr als nur ein Mädchen haltlos zwischen Fluten und Sandsäcke in eine Umwälzung. Und die in Text gefasste Gerinnung von Marcus Heinicke verfolgt den Gedankenfluss eines Erzählers der sich auf Irrwegen durch die Filmgeschichte wie durch einen immensen Leib begibt. Abschließend stellt in einem Bildbeitrag der Fotograf Robert Quentin sein Selbst zur Schau.

Ab dieser Ausgabe werden alle Texte auch als pdf bereitgestellt. Die nächsten Online-Ausgaben werden wir thematisch öffnen. Ihr seid somit eingeladen uns themenunabhängige Arbeiten in einem Umfang von bis zu 1500 Wörtern bis zum 15. November 2005 zuzusenden.

An dieser Stelle möchten wir unsere regelmäßig, intuitiv und reaktiv aktualisierte Rubrik Simultan hervorheben. Dort findet ihr zurzeit eine Analyse von Loïc Wacquants Arbeit Punir les pauvres über Gefängnisse in den USA und in Europa.



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